Powered by Samsung und gefördert by FDP!

Nicht umsonst wir die Digitale Bildung von der Industrie unterstützt und von der Politik gefördert, denn mit den verkauften Tablets, PCs, WLAN Routers und sonstigen Geräten ist der jährliche Umsatz garantiert!

  • Ein erstes Beispiel: SAMT – Schulen arbeiten mit Tablets eine Initiative der PH Zürich, natürlich unterstützt von Samsung Electronics Schweiz. Samsung lässt sich dieses Engagement eine halbe Million Franken jährlich kosten.
  • Ganz nach dem Motto „Doppelt hält besser“, finanziert Samsung auch gleich noch eine Studie, welchen den Einsatz von Tablets an Schulen durchaus positiv bewertert. 13.3.2016 nzz.ch
  • Denn der Kanton Solothurn hat mit dem Projekt ‹myPad› einen  Schulversuch gestartet. In den zwölf ausgewählten Klassen erhält jeder Schüler einen persönlichen Tablet-Computer, welcher auch zu Hause, zur Verfügung steht. Man rechnet beim Amt für Volksschulen und Kindergarten mit Kosten von rund 250 000 Franken für das Projekt.26.4.2012 solothurnerzeitung.ch

Will die Industrie ein Produkt nachhaltig an die Menschheit „bringen“, dann beeinflusse die Jugend!

  • Es ist am effizientesten sich die Ausbildungsstätten zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer vorzunehmen. Studien finanzieren (aber natürlich nur mit Einflussnahme auf das Ergebnis – siehe hierzu den Bericht der Tagesschau vom 27.4.2016) ist eine der wichtigsten Aktivitäten der Industrie an den Universitäten.
  • Die so geschulten Lehrerinnen und Lehrer werden sich dann in ihrem Berufsalltag entsprechend verhalten. (vergleichbar ist hier das Vorgehen der Pharmaindustrie an den Universitäten)
  • Die Werbung und die Produkte müssen werden ebenfalls auf die Jugend abgestimmt. Für wird versucht die zukünftigen Kunden abhängig zu machen (siehe hierzu das Vorgehen der Tabakindustrie)

Politik, Bildung und der Ausbau von WLAN an Schulen sind direkt miteinander verknüpft!

Es wird von Industrie und Politik gefordert, dass an den Schulen, so früh wie möglich „Medienkompetenz“ unterrichtet werden soll. Somit werden Schulen mit Tablets ausgerüstet, welche nur noch via WLAN mit dem Internet verbunden werden können.
Das Amt für Volksschulen von Basel-Landschaft schreibt: „Die Funknetzlösung der Unterrichtsräume ist aus pädagogischen Gründen vorzuziehen!“ Dieser Satz ist wohl sinnlos, da weiter geschrieben wird: „Tablets sind zwingend auf WLAN angewiesen, da sie keinen kabelgebundenen Netzwerkanschluss mehr haben.“
Somit werden die Schulen „gezwungen“ Tablets anzuschaffen und WLAN zu installieren, obwohl der Nutzen der Tablets sehr zweifelhaft ist und die durch WLAN erzeugte elektromagnetische Strahlung die Kinder auch noch schädigt!

Die Einführung des Lehrplan 21 sieht auch genau diesen Ausbau vor. Der Kanton Bern schreibt in seiner Empfehlung „Medien und Informatik in der Volksschule – Empfehlungen an die Gemeinden und an die Schulleitungen“ über das WLAN folgendes:

„Mobile Endgeräte sind notwendig, damit eine ganze Klasse gleichzeitig mit einem Arbeitsgerät pro Schülerin und Schüler in ihren angestammten Unterrichtsräumen (Klassenzimmer, Gruppenräume, Bibliothek, usw.) arbeiten und dabei auch zwischen diesen wechseln kann. Dazu ist ein WLAN die optimale Lösung. Access Points einsetzen, die die Sendeleistung dem geforderten Datendurchsatz anpassen.“

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Über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der WLAN-Technologie liegen noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Die Strahlenleistung eines WLAN ist jedoch um ein Mehrfaches geringer als die gesamte Strahlenbelastung der Mobile-Phones der Schülerinnen und Schüler einer Klasse.

Diese Aussagen zeigen, dass die Verantwortlichen in Politik und Bildung die Gefahr und die Auswirkungen von WLAN und der Digitalen Bildung generell, nicht ernst nehmen und die wirtschaftlichen Interessen über jene einer gesunden und vernünftigen Bildung für unsere Kinder stellen! 

Der unersättliche Bildungsappart

Viele Schulen rüsten auf und schaffen nicht nur Tablets an, sondern investieren in teure elektronische „Spielzeuge“. Es stellt sich hier die Frage, wer von dieser Entwicklung am Meisten profitiert. Es sind wohl kaum die Schüler.

Auch die Weltwoche vom 4. Februar 2016 schreibt:“ … die Anschaffung kurzlebiger elektronischer Hilfsmittel (Beamer, Presenter, PC-Netzwerke, elektronische Wandtafeln), die bald schon überholt sind oder gar nicht den Mehrwert bringen, der ihre Anschaffung rechtfertigte, …“

„Heutzutage sind die Bildungsausgaben pro Person in Ausbildung im Vergleich zu 1990 um knapp die Hälfte gestiegen. Die jährliche Wachstumsrate betrug seit 2000 durchschnittlich etwas mehr als 2,2% und war damit über vier Mal so hoch wie das durchschnittliche jährliche Wachstum der Anzahl der Personen in Ausbildung (0,5%).“  Webseite Bundesamt für Statistik 2016

Es ist selbstverständlich, dass diese Zunahme nicht nur auf die Infrastruktur zurückzuführen ist, aber auf fragwürdige generelle Entwicklung im Bildungswesen zurückzuführen. Die Einführung von WLAN und Tablets ist nur eine solche Auswirkung!

Artikel

weltwoche.ch (04.02.2016)
Die Legende von Geld und Geist. – Die Absicht von Bund und ­Kantonen, das Ausgabenwachstum im Bildungsbereich etwas zu drosseln, hat zu lautstarken Protesten geführt. Mehr Geld bedeutet nicht automatisch mehr Bildung. Sparpotenzial besteht durchaus.

tagesanzeiger.ch (02.12.2013)
Bildungsausgaben verdoppeln sich in 20 Jahren beinahe! – Zusatzaufgaben und kleine Klassen gehen bei den Schulen ins Geld – aber nicht nur das. Wo der Bildungsökonom Stefan Wolter nun den Hebel ansetzen würde.