Einige ausgewählte Studien

Auch wenn weiterhin behauptet wird, dass immer noch kein Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung, wie sie bei WLAN und Mobilfunk benutzt wird, und gesundheitsschädlichen Auswirkungen bewiesen ist, so ist die Last der Anzeichen, dass es eben doch einen erheblichen Einfluss erdrückend!

Wenn in einem Wald keine Pilze gefunden werden, heisst es noch lange nicht, dass es keine gibt. Und wenn im selben Wald mindestens ein Pilz gefunden wird, lohnt es sich nach weiteren Ausschau zu halten!

Somit dient die Diskussion über den Nachweis eines kausalen Zusammenhangs ganz klar einer bewusst geplanten Verzögerungstaktik! Denn ist das Netz gebaut, WLAN eingerichtet, und die Anhängigkeit etabliert, wird es umso schwerer sein, den Fehler Rückgängig zu machen!

Weitere Studien

Datenbank Mobilfunkstudien
www.mobilfunkstudien.org
Forschungsdatenbank zu Studien über die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks (nicht-ionisierende Strahlung).

BioInitiative-Report 2012
www.bioinitiative.org
Die BioInitiative Working Group, ein internationaler Zusammenschluss von 29 Wissenschaftlern, hat ihren zweiten Report veröffentlicht. Die Gruppe wertete 1 800 Studien aus dem Nieder-und Hochfrequenzbereich aus.

Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten.

(von Isabelle Wilke, publiziert in Umwelt-Medizin-Gesellschaft, Sonderbeilage in Ausgabe 1-2018)

AutorenJahrBedingungenErgebnisseBemerkungen
Aggarwal
et al.
2013 männliche Ratten, Schlaf-EEG, 3 Stunden 0.737μW/cm2, SAR 1,16mW/kg;
1 Stunde/Tag für 21 Tage, 1 kHz moduliert, aufgezeichnet 9–12 Uhr
2 bestrahlte Tiere starben, Temperaturerhöhung nur 0,7 °C, nicht-thermische Wirkung EEG: in der 1. Stunde keine signifikanten EEG-Stärken-Veränderungen, in der 2. Stunde signifikant im b-Bereich, auch in d und a. Bei ϑ in der 2. und 3. Stunde stärkere Änderungen als im a- und d-Bereichmögliche psychopathophysiologische Störungen, evtl. BBB, synaptische Eigenschaften, Neurotransmitterkonzentration, Änderung der Synchronisation/Desynchronisation der feuernden Nervenzellen, sodass chronische Einwirkung von 2,45 GHz schädliche Auswirkungen haben kann.
Akdag
et al.
2016männliche Ratten, Langzeitbestrahlung 1 Jahr lang, Ganzkörper-SAR 141,4μW/kg, Maximum 7127μW/kg);
Gehirn, Haut, Leber, Nieren, Hoden auf DNA-Schäden
Erhöhte DNA-Schädigung, signifikant im Hodengewebe
Avendaño
et al.
201229 gesunde Männer mit Laptop;
DNA, Spermien
signifikante DNA- und Spermien-Schädigungen
Aweda
et al.
2003Ratten, 2,45GHz 8 Wochen 6mW/cm2; Lipidperoxidation, Gabe von Vitamin C und E signifikanter Anstieg der Lipidperoxidation in 24 Stunden, fiel innerhalb einer Woche ab; Gabe der Vitamine A und C kompensiert Die Strahlung erzeugt signifikanten oxidativen Stress, der durch Antioxidantien verhindert werden kann
Atasoy
et al.
2013im Wachstum befindliche Ratten 2437MHz-WLAN-Gerät 24 Stunden/Tag 20 Wochen, SAR max. 0,091W/kg;
8-Hydroxy-Deoxy-Guanosin und 8-Hydroxy-Guanosin im Blut, Hodengewebe histologisch und oxidative Parameter
zumeist signifikante Unterschiede bei Wachstum der Rattenhoden und den oxidativen Parametern Kinder und Jugendliche könnten besonders gefährdet sein
Aynali
et al.
2013Mundschleimhaut von Ratten 2,45GHz-Strahlung 1 Stunde/Tag, 28 Tage lang Schleimhaut oxidative Schädigung, Lipidperoxidation signifikant erhöht, signifikant vermindert durch Gabe von Melatonin, ebenso die Aktivität der Glutathionperoxidase
Ballardin
et al.
2011Hamster-Zelllinie V79, 2,45GHz 5 und 10mW/cm2, Apoptose, Zellzyklus signifikant erhöhte Apoptoseraten, nicht-thermische Wirkung auf Spindelapparat
Banaceur
et al.
20133 Mäuse-Stämme, einer mit AlzheimerGenen, Langzeiteinwirkung WLANGerät 2,4GHz 2 Stunden/Tag, 30 Tage Ganzkörper-SAR 1,6W/kg;
Hirnleistung
die Lern- und Gedächtnisleistung der Alzheimermäuse war verändert
Cammaerts,
Johansson
2014Ameisen, WLAN-Router Minuten 600 und 800µW/m2 Mittelwert, Notebook 300–500μWatt/m2 mit und ohne eingeschaltete WLAN-Funktion, Abstand 20–30cm von den Kolonien
Gestörtes Verhalten, veränderte Bewegungsmuster, nach 6–8 Stunden wieder normale Futtersuche
Ceyhan
et al.
2012männliche Ratten, WLAN-ähnliche 2,45GHz gepulst, 1 Stunde/Tag 4 Wochen, 64mW/kg auf der Haut; oxidative/antioxidative Parameter (SOD, KAT, GPx, LPO), β-Glucan zur schützenden Wirkung in der Haut gemessen signifikant erhöhte Lipidperoxidation und Katalase-Aktivität, signifikant verminderte Aktivitäten von SOD und GSH-Px; β-Glucan erhöhte die Katalase-Aktivität leicht und verhinderte die Abnahme der GSH-Px-Aktivität nichtsignifikant, Lipidperoxidation durch β-Glucan signifikant niedriger, fast auf Niveau der Kontrollen
Chaturvedi
et al.
2011Mäuse, 30 Tage 2 Stunden/Tag, 0,02564mW/cm2, SAR 0,03561W/kg Unterschiede in Gewicht, Aktivität, räumlichem Erinnerungsvermögen zw. bestrahlter u. unbestrahlter Gruppe. Tagesrhythmus beeinflusst, Blutbildveränderungen, DNA-Strangbrüche in Hirnzellen
Chauhan, Kesari
et al.
2017Ratten, 2 Stunden täglich Mikrowellenherd 35 Tage, 0,2mW/cm2, Ganzkörper-SAR 0,14W/kg; signifikant gesteigerte Lipidperoxidation, im Lichtmikroskop Gewebeveränderungen in Gehirn, Leber, Hoden, Nieren und Milz mögliche Folge Unfruchtbarkeit
Cig, Nazıroglu2015Brustkrebszellen, 900, 1800, 2.450MHz, 1 Stunde 12μW/cm2, 0,36 ±0,02mW/kg, Abstand 0, 1, 5, 10, 20 und 25cm;
Calcium-Konzentrationen, ROS-Produktion im Zytoplasma, Zellüberleben, Apoptose, Caspase-3 und -9
im Abstand bis 10 cm waren intrazelluläre Calcium-Konzentrationen, ROS, Apoptose und Mitochondrienschädigung signifikant erhöht, Zellüberlebensrate signifikant vermindert die TRPV1-Ionen-Kanäle werden durch die Strahlung durchlässiger für Ca2+-Ionen ohne Erwärmung der Zellkultur, das führt zu Erhöhung von ROS und Apoptose
Cleary
et al.
1996Hamster, Eierstock-Zellen;
2,45GHz und 27MHz 2 Stunden SAR 5 und 25W/kg;
Zellzyklus, -teilung und -wachstum von 2 Stunden bis zu 4 Tage nach der Bestrahlung
2,45-GHz-Strahlung bewirkte Änderungen in allen Phasen des Zellzyklus, doppelt so starke Wirkung wie 27 MHz
Dasdag
et al.
2015männliche Ratten, Spermien, Hodengewebe, 12 Monate täglich 24 Stunden (SAR für Punkt, 1g und 10g Gewebe von Hoden und Prostata 4.880, 2.420 und 1.020µW/kg Hodenfunktionen verändert, Gestalt der Spermien war signifikant verschieden in den beiden Gruppen. Signifikante Erhöhung gab es beim Prozentsatz der defekten Spermienköpfe nach Bestrahlung, signifikant vermindertes Gewicht von Nebenhoden und Bläschendrüse, Durchmesser der Samenkanälchen signifikant, Dicke der Tunika albuginea hochsignifikant verändert Langzeiteinwirkung kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen
Deshmukh, Banerjee
et al.
2013Ratten, 900, 1.800, 2.450MHz, 30 Tage 2 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche;
für 2.450MHz SAR 0,6672 mW/kg DNA-Strangbrüche im Hirngewebe
signifikant erhöhte DNA-StrangbrücheMikrowellen können unterhalb des Grenzwertes von 2 W/kg DNASchäden im Hirngewebe hervorrufen, wahrscheinlich durch freie Radikale
Deshmukh, Banerjee
et al.
2015 Ratten, 900, 1.800, 2.450MHz, 180 Tage 2 Stunden täglich 5 Tage/Woche, SAR für 2.450MHz 0,6672mW/kg;
Verhalten, HSP70 und DNA im Hirngewebe
Räumliche Orientierung, Lern- und Gedächtnisleistung signifikant beeinträchtigt; HSP70-Gehalte und DNAStrangbrüche signifikant erhöht;
Die DNA-Schäden waren signifikant höher bei 1.800 und 2.450MHz im Vergleich zu 900MHz
Deshmukh, Banerjee
et al.
2016Ratten, 90 Tage, SAR 0,5953mW/kg;
900, 1.800, 2.450MHz;
SAR für 2.450MHz 0,6672mW/kg;
Verhalten, HSP70 und DNA im Hirngewebe
Verminderte Hirnleistung wie oben, signifikant erhöhte Werte von HSP70 und DNA-Strangbrüchen, bei 2.450MHz am stärksten
Eser
et al.
2013Ratten 900, 1.800 und 2.450MHz 1 Stunde/Tag 2 Monate, 1,04mW/cm2, SAR 1,04W/kg;
Gehirne auf Histologie, oxidativen Status, IL-1β und Apoptose
bei 2.450MHz meist die stärksten Auswirkungen: signifikante Degeneration der Nervenzellen, signifikante Abnahme der antioxidativen Kapazität, signifikant erhöhte IL-1β Konzentration, signifikant erhöhte Apoptose es könnten durch diese Veränderungen Funktionsstörungen und Krebsentwicklung entstehen
Gürler
et al.
2014Ratten, 1,04mW/cm2, 3,17–4,88V/m, SAR 0,02W/kg, 1 Stunde/Tag für 30 Tage Schädigung von DNA und Proteinen durch ROS; Erhöhte Konzentrationen von 8-OH-dG im Plasma und Hirngewebe;
Knoblauch verhinderte die Erhöhung der 8-OH-dG-Konzentration im Hirngewebe
Gümral, Nazıroglu2009Ratten, Blutplasma nach Bestrahlung mit 2,45GHz 1 Stunde/Tag 28 Tage, SAR 0,1W/kg, 11V/m oxidativer Stress, durch L-Carnitin verhindert, Selen hatte keine schützende Wirkung
Hassanshahi
et al.
2017Ratten WLAN-Gerät 2,4–2,4835GHz 12 Stunden/Tag 30 Tage, 23,6 dBm;
Verhalten, Muscarinrezeptor 1 (für Acetylcholin), GABA-Transporter 1 (GAT1) im Hippocampusgewebe
Fähigkeit zur Objektunterscheidung signifikant reduziert, signifikant erhöhte Expression des Muscarinrezeptor 1
Holovska
et al.
2015Rattenleberzellen, 2,45GHz 3 Stunden pro Tag 3 Wochen lang, Leistungsflussdichte 2,8mW/cm2, licht- und elektronenmikroskopische Untersuchungenstarke strukturelle Veränderungen von Membranen, Zellkernen und Organellen, nekrotische Zellen, Gefäßveränderungen
Kamali
et al.
2017menschliche Spermien, 40 Männer 19–40 Jahre (Durchschnitt 28,5 J.),
3G-WLAN-Gerät und Laptop, 50 Minuten-Download;
SAR < 1,6W/kg;
Spermien, Fruchtbarkeit
nicht-signifikante Abnahme der Beweglichkeit in Klasse A und B, signifikante Abnahme in Klasse C, signifikant
höher in Klasse D;
Geschwindigkeit der Spermien signifikant geringer
Beeinträchtigungen unterhalb des als sicher angesehenen FCC-Grenzwertes;
bei längerer Einwirkung könnten pH, Morphologie und Beweglichkeit stärker verändert sein
Kesari, Behari,
Kumar
2010Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,34mW/cm2, SAR 11W/kg;
im Hirngewebe antoxidative Enzyme, DNA-Brüche, Histonkinase
signifikant erhöhte DNA-Strangbrüche, signifikante Unterschiede zu den Kontrollen bei den Enzymen Die Autoren gehen von freien Radikalen durch ROS-Überproduktion aus, die die Enzyme verändern
Kesari, Behari2010Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,34mW/cm2, SAR 11W/kg;
in Spermienzellen Zellzahl, antoxidative Enzyme, Apoptose
Zellzahl, Apoptose und antoxidative Enzyme waren signifikant verschieden von den Kontrollen es könnten genetische Veränderungen auftreten
Kesari, Kumar,
Behari
2012Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,21mW/cm2, SAR 0,14W/kg;
Rattenhirn, Zirbeldrüse auf Melatonin, gesamtes Hirngewebe auf Kreatinkinase, Caspase-3 und Calcium-IonenKonzentration
signifikanter Anstieg von Kreatinkinase und Calcium-Ionen-Konzentration im Hirngewebe, signifikante Abnahme des Melatonins, Caspase-3 kaum verändert die Autoren schlussfolgern, dass es zu signifikanten Hirnschädigungen kommen kann
Kim, Rhee2004Ratten, Herzgewebe, 15 Minuten 40mW/cm2, 9,2 W/kg, Gabe von Grüntee-Catechinen;
6 Tage später oxidative/antioxidative Parameter
untersucht
signifikante Aktivierung des OxidaseSystems, Bildung von SuperoxidRadikalen, Lipidperoxiden, oxidierten Proteinen, Schwächung des antioxidativen Abwehrsystem im Herzgewebe, durch Catechingabe signifikant reduzierte oxidative Schädigung
Kumar
et al.
2011männlichen Ratten, 60 Tage 2 Stunden/Tag, 0,21mW/cm2, 0,014W/kg SAR;
oxidative Parameter, Apoptose, Melatonin, Testosteron
signifikante Verminderung von Melatonin und Testosteron, signifikant erhöhte Apoptoserate und Kreatinkinase
Kumari, Kesari
et al.
2012männliche Ratten, 900 und 2.450MHz (Mikrowellenherd), 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,22mW/cm2, Ganzkörper-SAR 0,15 W/kg, antioxidative und LeberEnzymebei 2,45 GHz signifikante Veränderungen der Aktivitäten von GSH-Px, Leber-SOD, signifikant erhöhte LeberKatalase und MDA in der bestrahlten Gruppe;
signifikanter Anstieg von TBIL, ALT, AST und ALP gegenüber der Kontrolle
2,45GHz-Strahlung induziert Überproduktion von freien Radikalen, hemmt die antioxidativen Enzyme und erzeugt oxidativen Stress in der Leber. Die MDA-Aktivität zeigt Zellmembranschädigung an.
Lai
et al.
1983männliche Ratten, 45 Minuten 1mW/cm2, 0,6W/kg polarisierte 2.450-MHzStrahlung, Puls 2µW/sec 500 Pulse/sec;
Wirkung der psychoaktiven Drogen Apomorphin, Amphetamin und Morphin
Erwärmung des Gewebes durch Apomorphin und Stereotypien wurden durch die 2,45GHz-Strahlung gesteigert, Erwärmung des Gewebes durch Amphetamine wurde durch die Strahlung vermindert, Stereotypien kein Unterschied zur Kontrolle;
Morphin-bedingte Letalität und Erstarrung wurden durch die Strahlung bei bestimmter Dosierung gesteigert
Da die Drogen verschiedene Wirkungsweisen auf zentrale neuronale Mechanismen haben und die Wirkung
der Mikrowellen von der Art der Droge abhängt, zeigen die Ergebnisse die komplexe Natur der Mikrowellenstrahlung auf Gehirnfunktionen.
Lai
et al.
1994Ratten, 2,45 GHz 1mW/cm2, 0,6 W/kg, Puls 2 µW/sec 500 Pulse/sec, 45 Minuten; Verhalten Defizite im räumlichen Lernen, aber nicht nach Vorbehandlung mit dem cholinergen Agonisten Physostigmin oder dem Opiat-Antagonisten Naltrexon; Vorbehandlung mit dem peripheren Opiat-Antagonisten NaloxonMethiodidsowohl cholinerge als auch endogene Opioid-Neurotransmittersysteme im Gehirn sind beteiligt am Defizit des
räumlichen Lernens nach Einwirken geringer Felder von 2,45GHz
Lai, Singh1996männliche Ratten, 2 Stunden 2mW/cm2, 1,2W/kg gepulste und kontinuierliche 2.450MHz-Strahlung, Puls 2µW/sec 500 Pulse/sec;
Gehirn auf DNA-Strangbrüche
signifikant erhöhte Einfach- und Doppelstrangbrüche der DNA 4 Stunden nach Ende der Bestrahlung bei gepulster und kontinuierlicher Strahlung in den Hirnzellen der Ratten
Lai
et al.
1996Ratten, 45 min, Puls 2µW/sec 500 Pulse/sec 1mW/cm2, 0,6W/kg;
cholinerge Aktivtät im Hippocampus, Wirkung von b-Funaltrexamin (OpioidRezeptor-Antagonist)
2,45GHz erzeugte signifikante Abnahme der cholinergen Aktivität im Hippocampus der Ratten, b-Funaltrexamin hob diese hemmende Wirkung auf;
Mikrowellen sind Stressoren
man möchte die Mechanismen der MW-Wirkung auf neurologische Funktionen und Verhalten im ZNS verstehen, Bestätigung früherer Ergebnisse, dass endogene Opioid-Rezeptoren Angriffspunkte sind
Lai, Singh1997Ratten, 2,45-GHz-Strahlung 2mW/cm2, 1,2W/kg 2 Stunden, Puls 2µW/sec 500 Pulse/sec;
DNA-Strangbrüche im Gehirn, Wirkung von Melatonin und N-tert-butyl-a-phenylnitron (PBN)
signifikant erhöhte Einfach- und Doppelstrangbrüche der DNA 4 Stunden nach Ende der Bestrahlung; Vorbehandlung der Zellen mit Radikalfängern verhindert DNA-Brüche Behandlung mit Melatonin oder PBN vor und sofort nach der Bestrahlung verhindert die Mikrowellenwirkung Da beide Stoffe (Mel und PBN) sehr wirksame Radikalfänger sind, wird angenommen, dass freie Radikale an der DNA-Schädigung im Gehirn beteiligt sind. DNA-Brüche können zu neurodegenerativen Erkrankungen und Krebs führen.
s. Hypothese von Litovitz 1997
Lai2004Ratten, kontinuierliche 2,45-GHzStrahlung 2mW/cm2, 1,2 W/kg und 60mG (6,0 µT) inkohärentes Hintergrund-Magnetfeld 1 Stunde;
Verhalten nach Trainingstests
signifikante Defizite im räumlichen Lernen bei bestrahlten Tieren ohne Hintergrundfeld, mit Hintergrundfeld ähnliches Verhalten wie Kontrolltiere s. Hypothese von Litovitz 1997
Lai, Singh2005Ratten, 2,45 GHz 1 mW/cm2, 0,6W/kg und 45mG (4,5 µT) inkohärentes Hintergrund-Magnetfeld 2 Stunden;
DNA-Strangbrüche im Hirngewebe 4 Stunden nach Ende der Bestrahlung
signifikant erhöhte Einzel- und Doppelstrangbrüche der DNA nur bei Bestrahlung mit 2,45-GHz allein, das Hintergrund-Magnetfeld allein und beide Felder zusammen zeigten kaum Unterschiede zur scheinbestrahlten Kontrolle das inkohärente Hintergrundfeld könnte eine Reaktion der Zellen auf Mikrowellen gestört haben,
s. Hypothese von Litovitz 1997
Lee
et al.
2005menschliche Promyelozyten-Leukämie-Zelllinie (HL-60-Zellen), 10 W/kg, Pulse 133 W/kg für 155 µsec, 320 V/m;
Genexpression nach 2 und 6 Stunden
Genexpression von 221 Genen war nach 2h verändert (frühe Gene), nach 6h 896 Gene; darunter Gene für Apoptose, Stoffwechsel, Polysaccharid-Biosynthese, RNA-Funktionen, Translation, Transport, Stoffwechsel und Zellzyklus Gene für HSPs waren nicht betroffen, das bedeutet, dass es nicht-thermische Reaktionen sind
Li
et al.
2008Ratten, 1 mW/cm2 3 Stunden täglich 30 Tage (chronische Einwirkung);
Lernen/Gedächtnis; Apoptose, Corticosteron, GlucocorticoidRezeptoren (GR) im Hippocampus
Corticosterongehalte, Apoptoseraten im Hippocampus hochsignifikant erhöht, Glucocorticoid-Rezeptoren verschoben Lern- und Gedächtnisdefizite durch Veränderung der Corticosterone
Maes
et al.
1993Menschliche Lymphozyten von Freiwilligen mit 80 mW/ml, 50-HzPulse (75 W/kg) 30 und 120 Minuten bestrahlt;
Chromosomenaberrationen, Mikrokerne, SchwesterchromatidAustausch und Zellkinetik
signifikanter 2- und 3-facher Anstieg an Chromosomenaberrationen und Mikrokernen nach 30 bzw. 120 Minuten;
Schwesterchromatid-Austausch und Zellkinetik kaum beeinflusst
Maganioti
et al.
201015 Männern und 15 Frauen Gedächtnistests und EEGsignifikante Unterschiede im a- und bBand, auch signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern physiologische Änderungen durch die WLAN-Strahlung
Margaritis
et al.
2014Drosophila-Eientwicklung, viele Feldquellen, darunter Mikrowellenherd, Bluetooth (geringste Feldstärke von
0,3 V/m in den ersten 7 Tagen) und WLAN (2,44GHz, 2,1V/m, 10Hz gepulst, Pulsdauer 1ms, 1 Stunde/Tag);
Reproduktionskapazität , Apoptose, Nachkommen
statistisch signifikante Erhöhung der Apoptoserate, Fekundität um 10 % bei WLAN und Bluetooth vermindert, bei den Nachkommen signifikant verminderte Anzahl der Puppen Art der Pulsung scheint für Schädigungen verantwortlich zu sein, da ungepulste Quellen trotz stärkerer Felder geringere Auswirkungen hatten
Meena, Kesari
et al.
2014männliche Ratten, Hodengewebe 2 Stunden täglich mit 0,21mW/cm2, SAR 0,14W/kg, 45 Tage Melatonin, Spermien, Testosteron, DNA, Apoptose, oxidative Parametersignifikant erhöhte Apoptose, DNAStrangbrüche, Konzentrationen von MDA und ROS im Hoden;
signifikante Abnahme von Testosteron;
desorganisierte Samenkanälchen und Entzündungen in Hodenzellen, Melatonin verhinderte oxidativen Stress
Es gibt die Überlegung, ob Mikrowellen einen Einfluss auf die Polarisation der Zellmembranen haben könnten und dass Melatonin z.T. auf die Xanthinoxidase einwirkt, deren Aktivität durch die Strahlung signifikant erhöht wurde. Melatonin könnte therapeutisch eingesetzt werden.
Megha, Banerjee
et al.
2015Ratten, 900, 1.800, 2.450MHz, SAR 0,59, 0,58 und 0,66mW/kg, 60 Tage, 2 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche; oxidative Parameter, DNA, Interleukine im Hippocampus ROS-Bildung, signifikant verminderter Antioxidatienstatus, Zytokine signifikant erhöht, signifikante DNASchädigungen. 2.450MHz hatte bei allen Tests das größte Schädigungspotential
Misa-Agustiño
et al.
2012Ratten, Schilddrüse, SAR-Werte 0,046, 0,104 und 0,482W/kg in der Schilddrüse, Ganzkörperwerte 0,0169, 0,0364 und 0,161 W/kg; HSP70, HSP90 HSP-Konzentrationen nach 90 min. signifikant verringert, nach 24 Stunden wieder erhöht, aber unter den Kontrollwerten
Misa-Agustiño
et al.
2015Thymuszellen von weiblichen Ratten, Bestrahlung 30 Minuten, SAR im Thymus 0,046, 0,104 und 0,482W/kg, Ganzkörperwert 0,0169, 0,0364 und 0,161W/kg; 90 min. nach Bestrahlung Morphologie, HSP70, HSP90, Glucocorticoid-Rezeptoren viele morphologische Veränderungen, Änderung der Permeabilität des Endothels und der GlucocorticoidRezeptoren;
mehr Blutgefäße und rote Blutkörperchen außerhalb der Gefäße;
HSP 90 vermindert
die Befunde deuten auf Zellstress hin
Nakamura
et al.
2000Ratten, kontinuierliche 2,45GHz Strahlung 2 mW/cm2, 90 Minuten;
Schwangerschaft, Uterus, Blutfluss zwischen Uterus und Plazenta, Hormone und biochemische Mediatoren (Corticosteron, Estradiol, Prostaglandin E2 und Prostaglandin F2α)
Blutfluss durch die Strahlung vermindert, Progesteron und Prostaglandin F2α in den trächtigen Tieren gesteigert;
Steigerung von Corticosteron und Abnahme von Estradiol war in trächtigen und nicht-trächtigen Tieren ähnlich
Die Störungen im Kreislauf Uterus/Plazenta durch 2,45GHz sind wahrscheinlich vom Prostaglandin F2α verursacht und könnten ein Risiko für Schwangerschaften darstellen
Nazıroglu, Gümral2009Ratten, 28 Tage 1 Stunde täglich 11V/m, SAR Ganzkörper 0,1W/kg, lokal im Gehirn 1,73W/kg;
EEG und Hirngewebe (Cortex) auf oxidative Parameter, Gabe von Selen oder L-Carnitin, Vitamine A, C und E
leichte Übererregbarkeit im EEG, kompensiert durch Selen und L-Carnitin;
vermindert die Vitamine A, C und E, oxidative Parameter verändert, Schutz vor oxidativer Schädigung durch L-Carnithin und Selen
Sowohl die Vitamine als auch L-Carnitin und Selen haben schützende Wirkung vor oxidativer Schädigung
des Hirngewebes vor ROS. L-Carnitin und Selen scheinen die antioxidativen Vitamine vor der Hemmung durch die
2,45-GHz-Strahlung zu schützen
Nazıroglu
et al.
2012Hirngewebe von männlichen Ratten, WLAN-Gerät 1mW/m2, Ganzkörper SAR 0,143W/kg, 10V/m 1 Stunde/
Tag 30 Tage;
EEG, Überlebensrate, Ca2+-Gehalt, oxidative Parameter, b-Carotin,Vitamine A, C und E, Melatoningabe
die WLAN-Strahlung erzeugte oxidativen Stress in den Nervenzellen, EEG, Vitamine verändert, der Ca2+-Einstrom wird erhöht, Melatonin verminderte die Schädigung und die Abnahme von Vitamin E. Am Ca2+-Einstrom in die Zellen sind spannungsabhängige und TRPM2-Calciumkanäle beteiligt Die Strahlung von WLAN-Geräten bewirkt oxidative Schädigung über Calciumkanäle und Ca2+-Anstieg in der Zelle. Melatonin schützt das Hirngewebe vor Schäden durch Abwehr des oxidativen Stresses
Nazıroglu
et al.
2012menschliche Leukämiezellen, WLANGerät 2,45GHz gepulst, 0,1–2,5W/kg für 1, 2, 12 oder 24 Stunden;
oxidative Parameter und Calcium2+-Einstrom in die Zellen
das WLAN-Gerät erzeugte oxidativen Stress und gesteigertes Zellwachstum durch signifikant erhöhten Ca2+-Einstrom in das Zytoplasma der menschlichen Leukämie-Krebszellen
Özorak, Nazıroglu2013Ratten, männliche Nachkommen von Müttern, die während der Trächtigkeit mit 2.450, 900 und 1.800MHz bestrahlt worden waren (1 Stunde/Tag, 5 Tage/Woche im Mutterleib und bis 6 Wochen nach der Geburt mit 12µW/cm², 10V/m, SAR 0,01–1,2W/kg Ganzkörper, Durchschnitt 0,18 ± 0,07W/kg;
Nieren und Hoden der 4, 5 und 6 Wochen alten Nachkommen auf Spurenelemente (Chrom, Kupfer, Eisen, Mangan, Selen und Zink), antioxidative Parameter, Vitamine A, E und β-Karotin
die 4 Wochen alten Tiere reagierten empfindlicher als die älteren, der oxidative Stress war höher;
erhöhte Lipidperoxidation, oxidierbarer Eisengehalt und geringere Konzentrationen an Spurenelementen, TAS und GSH
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass 900, 1.800 und 2.450 MHz zu oxidativem Stress in Nieren und Hoden junger Ratten führen können. Es sind Tiere, die sich in der Entwicklung befinden, vergleichbar der Pubertät beim Menschen
Oksay
et al.
2014Ratten, Hodengewebe, 1 mW/m2, 1 Stunde pro Tag, 30 Tage lang, Puls 217Hz, 10V/m, SAR ca. 0,143W/kg;
Lipidperoxidation, Vitamine A, C und E, Melatoningabe
erhöhte Lipidperoxidation in den Hoden, Melatoningabe verringert die Schädigungen
Orendacova
et al.
2009neugeborene (7 Tage alt) und erwachsene alte Ratten (24 Monate), gepulste 2,45GHz-Strahlung 2,8mW/cm2, 4 Stunden/Tag 2 Tage lang (akut) oder 8 Stunden/Tag 3 Tage lang (chronisch); Hippocampus-Regionen signifikante Unterschiede im Zellwachstum bei den neugeborenen Ratten, bei den alten nicht schädigende Einflüsse auf die Neurogenese besonders bei Neugeborenen
Orendacova
et al.
2011Ratten, 2 Altersstufen: 7 (neugeborene) und 28 Tage (junge Erwachsene) 2,8mW/cm2 2 Stunden;
das frühe Genprodukt Fos-Protein und NOproduzierende Zellen
Fos-Protein und NO-produzierende Zellen signifikant erhöht bei den bestrahlten Tieren, früheres Auftreten als bei den Kontrollen bei sehr jungen Ratten ist die Entwicklung verändert, sie scheinen eine Art Frühreife durchzumachen
Othman
et al.
2017weibliche Ratten bestrahlt mit normalem WLAN-Router, 2 Stunden täglich über die Dauer der Schwangerschaft;
bei Nachkommen Verhalten, Gehirnentwicklung, oxidative Parameter, Cholinesterase-Aktivität
50% weniger Nachkommen, bei den jungen Tieren Verzögerungen bei Reaktionen, Gleichgewichtssinn und Reifung des Bewegungsapparates, signifikant veränderte antioxidative Enzyme im Gehirn, Beeinträchtigung der Cholinesterase-Aktivitäten;
später bei den erwachsenen Nachkommen kompensiert
das bei jungen Nachkommen vorübergehend gestörte Redox-Gleichgewicht (oxidativen Stress) könnte verzögerte Hirnentwicklung bedeuten, beeinträchtigte Cholinesterase-Aktivität könnte sich auf Neurotransmitter auswirken
Paknahad
et al.
2016Zähne, Amalgam Router-Laptop-System, Router 30cm Abstand, Laptop 20m, 20Min. Bestrahlungnach Bestrahlung mehr Quecksilber im Speichel als bei den Kontrollen
Panagopoulos
et al.
2015natürliche Felder der Sonneneinstrahlung zwischen 8 und 24mW/cm2, künstliche z.B. eines Mobiltelefons im Sprechmodus < 0,2mW/cm2, Wirkung auf die Ionenkanäle in der Zellmembran künstliche Felder sind aufgrund ihrer Polarisation stärker biologisch wirksam als die unpolarisierten natürlichen Felder, künstliche wirken durch zusätzliche elektrostatische Kräfte auf alle geladenen Teilchen (Ionen, Membranen) ein Lebewesen haben sich auf Basis der geringen natürlichen Felder entwickelt, die stark auftretenden künstlichen beeinträchtigen Membranen
Papageorgiou
et al.
2011je 15 Männer und Frauen (durchschnittlich 24 Jahre), WLAN-Signal 0,49V/m, P300-Komponente im EEG signifikante Unterschiede bei bestrahlten und unbestrahlten Personen, auch reagierten Frauen und Männer unterschiedlich stark beim Einschalten des WLAN-Signals, P300-Komponente bei Männern signifikant niedriger, bei Frauen signifikant höher P300 ist beteiligt an Aufmerksamkeit;
WLAN beeinflusst die Nervenaktivität, Geschlechter reagieren unterschiedlich
Paulraj, Behari2006junge Ratten, Hirngewebe 2,45GHz, 2 Stunden täglich 35 Tage, 0,344mW/cm2, SAR 0,11W/kg, Calciumabhängige Proteinkinase C, Histologiesignifikante Abnahme der Proteinkinase C-Aktivität im Hippocampus, nicht-thermische Reaktion, vermehrt Gliazellen die Befunde könnten Lern- und Gedächtnisdefizite erklären;
Proteinkinase C ist auch an Krebsentstehung beteiligt
Paulraj, Behari200635 Tage alte männliche Ratten 0,344mW/cm2, 1W/kg, 35 Tage täglich 2 Stunden, 5 Tage/Woche;
DNA-Schäden im Gehirn
signifikant erhöhte Einzelstrangbrüchemögliches Risiko für Beeinträchtigung neurologischer Funktionen und Entstehung degenerativer Erkrankungen
Saili
et al.
2015Kaninchen, Accesspoint, 25cm Entfernung, Bestrahlung 1 Stunde/Tag Beeinflussung der Herzratenvariabilität, höherer Blutdruck
Salah
et al.
2013Ratten, Leber und Nieren, 2,45GHz eines Accesspoints 1 Stunde/Tag 21 Tage;
Gewebeveränderungen, oxidativer Stress, Leberenzyme u.a.
Diabetes-artige Störungen des Zuckerstoffwechsels und oxidativen Stress in Leber und Nieren, durch OlivenblätterExtrakt Milderung der Schäden
Sangün
et al.
2015Ratten, 45,5V/m, SAR Ganzkörper 0,143W/kg, 1Std./Tag Exposition in der pränatalen Phase führt postnatal zu Wachstumseinschränkungen und verzögertem Eintritt in die Pubertät; ROS erhöht junge Ratten reagieren empfindlich auf 2,45GHz
Sarkar, Ali, Behari1994Mäuse, Gehirne und Hoden 2,45GHz 1mW/cm2 kontinuierliche Strahlung, SAR 1,18W/kg, 2Stunden/Tag;
DNA-Strangbrüche
signifikant erhöhte DNA-Brüchedie DNA-Schäden traten unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte auf unter nicht-thermischen Bedingungen
Shahin, Chaturvedi
et al.
2013weibliche Mäuse, 0,033549mW/cm2, SAR 0,023023W/kg, 2Stunden/Tag 45 Tage;
Leber, Nieren, Eierstöcke, Blutzellen, ROS, Hormone, DNA
signifikante Veränderungen bei ROS, Hämoglobin, Gesamtzahl der Erythrozyten und Leukozyten, DNA-Strangbrüchen, Hormonen und Enzymaktivitäten, geringere Embryozahlen entzündliche und physiologische Stressreaktionen in trächtigen Mäusen und führte zum Absterben der Embryos
Shahin
et al.
2014männliche Mäuse, 2,45GHz kontinuierliche Strahlung 2 Stunden/Tag 30 Tage, 0,029812mW/cm2, SAR 0,018 W/kg: Leber, Nieren, Hypothalamus, Hoden, Spermien, Testosteron, oxidative Parameter signifikante Veränderungen in allen untersuchten Parametern durch oxidativen und nitrosativen Stress (freie Radikale) sowie durch Degeneration des Hodengewebes kann Unfruchtbarkeit entstehen
Shahin, Banerjee,
Chaturvedi
et al.
2015Mäuse, 15, 30 und 60 Tage, kontinuierliche Strahlung 2 Stunden/Tag, 0,0248mW/cm2, 0,0146W/kg;
Verhalten, im Hippocampus oxidative Parameter, Kreatinkinase, Morphologie, Apoptose
Lern- und Gedächtnisdefizite steigerten sich mit Dauer der Bestrahlung, erhöhter oxidative/nitrosativer Stress und erhöhte Apoptose;
Dendriten und Verzweigungen vermindert
der oxidative/nitrosative Stress im Hippocampus führt über p53 zu Apoptose und Verlust des räumlichen Gedächtnisses durch verminderte Entwicklung der Neuronen
Shahin, Banerjee,
Chaturvedi
et al.
2017erwachsene männliche Mäuse, kontinuierliche Strahlung 15, 30 und 60 Tage, 2 Stunden/Tag, 0,0248mW/cm2, 0,0146W/kg;
Verhalten, Corticosteron, Expression von GR, CRH, i-NOS,iGluRs, PSD-95-nNOS-System und PKA-PKCε-ERK1/2-pERK1/2 im
Hippocampus
signifikant verminderte Lern- und Gedächtnisleistung, signifikant erhöhte Konzentrationen von Corticosteron und Expression von CRH, CRH-R1 und i-NOS, während die Expression von iGluRs, n-NOS, PSD-95,PKCε, PKA, ERK-p-ERK, CREB und p-CREB abnahm Apoptose durch oxidativen Stress (freie Radikale) führt unter Beteiligung von Corticosteron über den iGluR/ERK/CREB-Signalweg zu Defiziten beim Lernen und räumlichen Gedächtnis
Shokri
et al.
2015Ratten, Hoden, Spermienzellen, 2 WLAN-Antennen an gegenüberliegenden Wänden im Raum, 2 Monate 1 Stunde oder 7 Stunden/Tag;
Apoptose, Spermien- und Gewebeveränderungen
Hodengewebe signifikant verändert, Apoptose signifikant erhöht, stärker nach 7 Stunden Die Forscher empfehlen, WLAN Bestrahlung zeitlich zu begrenzen
Sinha
et al.
2008Ratten, 2 Stunden täglich 16,5 µW/cm2, 21 Tage;
Schlaf-EEG, Verhalten;
Bestimmung von T3 und T4
Schlaf-EEG und Schlaf-Wach-Parameter signifikant verschieden von Kontrollen, Körpertemperatur kaum verschieden, thermische Wirkung unwahrscheinlich; T3 signifikant niedriger, T4 signifikant erhöht, bestrahlte Tiere waren hyperaktiv
Sinha RK2008männliche Ratten, 16,5µW/cm2, Bestimmung der Hormone T3, T4 und TSH, Verhalten thermische Wirkung unwahrscheinlich;
T3 signifikant niedriger, T4 signifikant erhöht;
TSH kaum verändert;
erhöhter Wassergehalt des Gehirns (Schwellung um 6,97 %);
Verhalten signifikant verschieden von den Kontrollen, hyperaktiv
mögliche Verbindung zwischen Verhalten und Schilddrüsenhormonfunktionen, da die mit Neurohormonen und Transmittern zusammenwirken
Soran
et al.
2014Petersilie, Dill, Sellerie, WLAN-Router, 100mW/m2, 70mW/m2Reduktion der Organellengrößen, Verschlechterung Photosynthese, dünnere Zellwände u.a.
Szmigielski
et al.
1982Haut von Mäusen, 2,45-GHz-Strahlung 1 bis 6 Monate 2 Stunden täglich, 6 Tage/Woche, 5 oder 15mW/cm2;
verschiedene Kontrollen, Benzopyren
Bestrahlung erzeugte doppelt so viele Hauttumore und signifikant schnelleres Wachstum der Hauttumoren
Taheri
et al.
2015Klebsiella pneumonia auf AntibiotikaResistenz, WLAN-Router 3, 4,5 und 8 Stunden die Strahlung erhöhte die Empfindlichkeit gegen die 5 Antibiotika nach 4,5 Stunden, danach ResistenzentwicklungFenstereffekt, Zellwände könnten durch die Strahlung durchlässiger werden
Taheri
et al.
2017Listeria monozytogenes und E. coli, Bestrahlung mit 900 und 2.450MHz, normaler WLAN-Router 2,45GHz, SAR 0,13W/kg in 14 cm Abstand zur Bakteriensuspension;
6 Antibiotika
nach Bestrahlung signifikant stärkeres Wachstum und signifikant erhöhte Resistenzentwicklung gegen 6 Antibiotikain einem Feldstärke-Fenster entsteht Antibiotika-Resistenz
Testylier2002Ratten Hippocampus, ACh-Ausschüttung im Gehirn Kurzzeit 1h, 2 und 4mW/cm2Signifikant verminderte ACh-Ausschüttung bei 4mW/cm2Acetylcholin ist als Neurotransmitter an Lernprozessen beteiligt
Tök, Nazıroglu2014Ratten, Augenlinsen, 2,45GHz, 217Hz gepulst, 1 Stunde täglich 1mW/m2 30 Tage, 11V/m, etwa 0,1W/kg Ganzkörper-SAR; Lipidperoxidation, GSH, GSH-Px, Melatoninsignifikante Veränderung der oxidativen Parameter, Melatonin mildert die Schädigungen
Türker, Nazıroglu
et al.
2011Ratten, Herzgewebe, Selen und L-Carnithin zusätzlich zur 2,45GHzBestrahlung (1 Stunde/Tag 28 Tage lang) und bestimmten die Lipidperoxidation und die Konzentrationen der antioxidativen Substanzen Vitamin A, C und E im Herzgewebe signifikant höhere Lipidperoxidation und Glutathionperoxidase, durch Selen und L-Carnithin signifikant vermindert;
Konzentrationen der Vitamine C, A und E waren vermindert bei den bestrahlten Tieren, jedoch höher bei den mit Selen und L-Carnithin behandelten
2,45-GHz-Strahlung verursacht oxidativen Stress im Herzgewebe der Ratten. Die Gabe von Selen und L-Carnithin konnte die oxidative Wirkung der 2,45GHz-Strahlung reduzieren
Wang, Lai2000Ratten, gepulste 2,45-GHz-Strahlung, 1 Stunde Puls 2 ms, 500 Pulse/s, 2mW/cm2, Ganzkörper-SAR 1,2 W/kg; Verhalten Die akute Einwirkung von 2,45 GHzMikrowellen beeinflusste das Verhalten der Ratten signifikantDas veränderte Verhalten könnte auf die Abnahme der cholinergen Aktivität im Gehirn (im frontalen Cortex und Hippocampus) der Tiere zurückgehen
Yang
et al.
2010Mäuse, gepulste 2,45-GHz-Strahlung 20 Minuten, SAR 6W/kg; Mikroglia in Gehirnen die Mikroglia wurden durch die 2,45GHz-Strahlung aktiviert unter Beteiligung von TNF-α, NO und ROS, es folgte eine pro-entzündliche Reaktion, gleichzeitig wurde der JAK-STAT-Signalweg aktiviert.Die Strahlung stellt einen externen physikalischen Faktor dar, der über die Aktivierung der Mikroglia zu entzündlichen Prozessen und Schädigung des Nervengewebes führen kann
Yang
et al.
2012erwachsene männliche Ratten, 2,45GHz gepulst 20 Minuten, 65mW/cm2, SAR 6W/kg, Stress-bezogene Gene untersucht Von 2048 Genen waren 3 Stunden nach der Bestrahlung im Hippocampus 41 relevante Gene signifikant verändert, 23 hoch- und 18 herunterreguliert. 7 Gene betrafen die Stressbezogenen Hitzeschockproteine oder Chaperone, davon vor allem die Gene für HSP27 und HSP70, deren Expression im Hippocampus signifikant erhöht war, speziell in den Pyramidenzellen des Ammonhorns (CA3-Region) und in den Granulazellen des Gyrus dentatusDie Daten liefern direkte Beweise dafür, dass die 2,45GHz-Strahlung Stressreaktionen im Hippocampus von Ratten auslöst. Die beiden HSPs waren zu verschiedenen Zeitpunkten maximal erhöht, sie haben unterschiedliche Funktionen
Yüksel, Nazıroglu,
Özkaya
2016trächtige Ratten und deren Nachkommen, Langzeit-Bestrahlung mit 900, 1.800 und 2.450MHz 1 Stunde/Tag 5 Tage/Woche über die gesamte Trächtigkeit, die Nachkommen für insgesamt 1 Jahr (52 Wochen 11 V/m, Ganzkörper-SAR 0,1W/kg); Blutserum und Gebärmutter-Gewebe, Lipidperoxidation, GSH, Enzymaktivitäten, antioxidative Vitamine A, C und E im Blutplasma der Mütter, Prolaktin, Östrogen und Progesteron im Serum Alle 3 Frequenzen erzeugten nach Langzeitbestrahlung (1 Jahr lang 1 Stunde täglich 5-mal/Woche) Änderungen der Hormonkonzentrationen und oxidativen Stress in den Muttertieren und den Nachkommen; bei 2,45GHz stärkere Wirkung als bei 900 und 1.800MHz Die Forscher schließen nicht aus, dass bei längerem Bestrahlungszeitraum weitere Veränderungen auftreten, die auch beim Menschen vorkommen könnten, besonders bei jungen Teenagern, die ihr Mobiltelefon oft mehrere Stunden täglich nutzen
Zhu
et al.
2016Herzmuskelzellen von Ratten, 50, 100, 150 und 200mW/cm2 für 6 Minuten;
Untersuchung von ATP-Aktivität, Atmungskette in den Mitochondrien, die Enzyme CK, LDH und AST, Troponin I, die oxidativen Parameter SOD, GSH und Lipidperoxidation, die Apoptose-Proteine (MAPK-Kaskade) und Morphologie
signifikante Veränderungen aller biochemischen Parameter, z.T. hochsignifikant; je höher die Dosis, desto stärker die Veränderung; ebenso die morphologischen Veränderungen, z.B. unregelmäßige Streifung der Herzmuskelzellen, Verfärbung der Zellkerne, weniger Mitochondrien mit zerstörten Membranen, andere degenerative Erscheinungen; signifikant erhöhte Apoptose-Proteine und Apoptoseratendie Strahlung erzeugt in Herzmuskelzellen Apoptose über den Mitochondrienweg
Zotti-Martelli
et al.
2000menschliche Lymphozyten zweier gesunder 27-jähriger Personen mit 3 verschiedenen Geräten pro Frequenz (2,45 und 7,7GHz), bestrahlt mit 15, 30 und 60 min bei 10, 20 und 30mW/cm2, verblindet ausgewertete Doppelansätze; Mikrokerntest die Häufigkeit der Mikrokerne in den bestrahlten Lymphozyten stieg bei beiden Frequenzen mit Dauer und Feldstärke an, war signifikant erhöht bei 30 und 60 Minuten und den höchsten Feldstärken, der Zellzyklus war nicht beeinflusst 2,45 ist die Resonanzfrequenz von Wasser*, es gab keine Temperaturerhöhung im Experiment. Man erinnert daran, dass bei Radartechnikern vermehrt Neurasthenie, Gefäßschäden im Nervensystem und Krebssterblichkeit auftreten. Die Forscher empfehlen Maßnahmen zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung

 

Weitere wichtige Studien


Sultan Ayoub Meo, et al. – 8. November 2018
Einstellungen der Mobilfunkbasisstation neben Schulgebäuden: Auswirkungen auf die kognitive Gesundheit der SchülerInnen
Die Mobilfunksendemasten befanden sich 200m von den Schulgebäuden entfernt. Eine hohe Exposition gegenüber RF-EMF, die von den Mobilfunksendemasten erzeugt wurde, war mit verzögerten Fein- und Grobmotorikfähigkeiten, räumlichem Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit bei Schuljugendlichen im Vergleich zu Schülern, die einem niedrigen RF-EMF ausgesetzt waren.

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U.S. National Toxicology Program (NTP) – 19. Mai 2016
Bei einer gross angelegten, sorgfältig aufgebauten US-Regierungsstudie haben Forscher einen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Tumorwachstum gefunden.
Eine breit angelegte Studie der US-Regierung befeuert die Debatte über die Frage, ob die Strahlung von Handys zur Krebsentstehung beitragen kann. Eine nach wissenschaftlichen Standards durchgeführte Studie des National Toxicology Program (NTP) stellte bei männlichen Ratten einen schwachen Zusammenhang zwischen den Strahlen, wie sie von Handys emittiert werden, und zwei Tumorarten fest.

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Alexander Lerchl et al. – 06. März 2015
Förderung von Tumoren durch Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern unterhalb der Grenzwerte für den Menschen
In einer Studie an Mäusen konnten der Biologe Prof. Dr. Alexander Lerchl und sein Team nachweisen, dass durch krebserregende Substanzen verursachte Tumorraten deutlich erhöht sind, wenn die Tiere lebenslang  elektromagnetischen Feldern ausgesetzt wurden, wie sie etwa Mobiltelefone erzeugen. „Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt“, sagt Lerchl. „Außerdem haben wir eine signifikant höhere Rate von Lymphomen festgestellt“, erläutert der Wissenschaftler die neuen Ergebnisse. Zudem seien einige der Effekte auch bei Feldstärken unterhalb der bestehenden Grenzwerte gefunden worden.

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Lloyd Morgan, Santosh Kesari, and Devra Lee Davis – 15. Juli 2014
Warum Kinder Mikrowellenstrahlung stärker absorbieren als Erwachsene: Die Konsequenzen
Computersimulationen basierend auf MRT-Scans von Kindern sind die einzige Möglichkeit, wie man die Absorption von Mikrowellenstrahlung (MWS) für ein bestimmtes Gewebe von Kindern ermitteln kann. Kinder absorbieren MWS viel stärker als Erwachsene, da ihr Hirngewebe mehr Strahlung absorbiert, ihre Schädeldecke dünner ist und ihre relative Grösse kleiner ist.

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Lennart Hardell, Michael Carlberg, Kjell Hansson Mild – 15. November 2012
Das Hirntumorrisiko im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen
Auf der Grundlage unserer eigenen Forschung und nach einer Literaturübersicht sollen RF-EMF Emissionen von Funktelefonen als kanzerogen für den Menschen betrachtet werden. Unterstützung für diese Auffassung ergibt sich auch aus einer Analyse unter Nutzung der Gesichtspunkte von Hill. Gliome und Akustikusneurinome sollen als durch RF-EMF verursacht angesehen werden. Derzeitige Expositionsrichtlinien müssen dringend revidiert werden.