Einige ausgewählte Studien

Auch wenn weiterhin behauptet wird, dass immer noch kein Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung, wie sie bei WLAN und Mobilfunk benutzt wird, und gesundheitsschädlichen Auswirkungen bewiesen ist, so ist die Last der Anzeichen, dass es eben doch einen erheblichen Einfluss erdrückend!

Wenn in einem Wald keine Pilze gefunden werden, heisst es noch lange nicht, dass es keine gibt. Und wenn im selben Wald mindestens ein Pilz gefunden wird, lohnt es sich nach weiteren Ausschau zu halten!

Somit dient die Diskussion über den Nachweis eines kausalen Zusammenhangs ganz klar einer bewusst geplanten Verzögerungstaktik! Denn ist das Netz gebaut, WLAN eingerichtet, und die Anhängigkeit etabliert, wird es umso schwerer sein, den Fehler Rückgängig zu machen!

Weitere Studien

Datenbank Mobilfunkstudien
www.mobilfunkstudien.org
Forschungsdatenbank zu Studien über die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks (nicht-ionisierende Strahlung).

BioInitiative-Report 2012
www.bioinitiative.org
Die BioInitiative Working Group, ein internationaler Zusammenschluss von 29 Wissenschaftlern, hat ihren zweiten Report veröffentlicht. Die Gruppe wertete 1 800 Studien aus dem Nieder-und Hochfrequenzbereich aus.

Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten.

(von Isabelle Wilke, publiziert in Umwelt-Medizin-Gesellschaft, Sonderbeilage in Ausgabe 1-2018)

Autoren Jahr Bedingungen Ergebnisse Bemerkungen
Aggarwal
et al.
2013 männliche Ratten, Schlaf-EEG, 3 Stunden 0.737μW/cm2, SAR 1,16mW/kg;
1 Stunde/Tag für 21 Tage, 1 kHz moduliert, aufgezeichnet 9–12 Uhr
2 bestrahlte Tiere starben, Temperaturerhöhung nur 0,7 °C, nicht-thermische Wirkung EEG: in der 1. Stunde keine signifikanten EEG-Stärken-Veränderungen, in der 2. Stunde signifikant im b-Bereich, auch in d und a. Bei ϑ in der 2. und 3. Stunde stärkere Änderungen als im a- und d-Bereich mögliche psychopathophysiologische Störungen, evtl. BBB, synaptische Eigenschaften, Neurotransmitterkonzentration, Änderung der Synchronisation/Desynchronisation der feuernden Nervenzellen, sodass chronische Einwirkung von 2,45 GHz schädliche Auswirkungen haben kann.
Akdag
et al.
2016 männliche Ratten, Langzeitbestrahlung 1 Jahr lang, Ganzkörper-SAR 141,4μW/kg, Maximum 7127μW/kg);
Gehirn, Haut, Leber, Nieren, Hoden auf DNA-Schäden
Erhöhte DNA-Schädigung, signifikant im Hodengewebe
Avendaño
et al.
2012 29 gesunde Männer mit Laptop;
DNA, Spermien
signifikante DNA- und Spermien-Schädigungen
Aweda
et al.
2003 Ratten, 2,45GHz 8 Wochen 6mW/cm2; Lipidperoxidation, Gabe von Vitamin C und E signifikanter Anstieg der Lipidperoxidation in 24 Stunden, fiel innerhalb einer Woche ab; Gabe der Vitamine A und C kompensiert Die Strahlung erzeugt signifikanten oxidativen Stress, der durch Antioxidantien verhindert werden kann
Atasoy
et al.
2013 im Wachstum befindliche Ratten 2437MHz-WLAN-Gerät 24 Stunden/Tag 20 Wochen, SAR max. 0,091W/kg;
8-Hydroxy-Deoxy-Guanosin und 8-Hydroxy-Guanosin im Blut, Hodengewebe histologisch und oxidative Parameter
zumeist signifikante Unterschiede bei Wachstum der Rattenhoden und den oxidativen Parametern Kinder und Jugendliche könnten besonders gefährdet sein
Aynali
et al.
2013 Mundschleimhaut von Ratten 2,45GHz-Strahlung 1 Stunde/Tag, 28 Tage lang Schleimhaut oxidative Schädigung, Lipidperoxidation signifikant erhöht, signifikant vermindert durch Gabe von Melatonin, ebenso die Aktivität der Glutathionperoxidase
Ballardin
et al.
2011 Hamster-Zelllinie V79, 2,45GHz 5 und 10mW/cm2, Apoptose, Zellzyklus signifikant erhöhte Apoptoseraten, nicht-thermische Wirkung auf Spindelapparat
Banaceur
et al.
2013 3 Mäuse-Stämme, einer mit AlzheimerGenen, Langzeiteinwirkung WLANGerät 2,4GHz 2 Stunden/Tag, 30 Tage Ganzkörper-SAR 1,6W/kg;
Hirnleistung
die Lern- und Gedächtnisleistung der Alzheimermäuse war verändert
Cammaerts,
Johansson
2014 Ameisen, WLAN-Router Minuten 600 und 800µW/m2 Mittelwert, Notebook 300–500μWatt/m2 mit und ohne eingeschaltete WLAN-Funktion, Abstand 20–30cm von den Kolonien Gestörtes Verhalten, veränderte Bewegungsmuster, nach 6–8 Stunden wieder normale Futtersuche
Ceyhan
et al.
2012 männliche Ratten, WLAN-ähnliche 2,45GHz gepulst, 1 Stunde/Tag 4 Wochen, 64mW/kg auf der Haut; oxidative/antioxidative Parameter (SOD, KAT, GPx, LPO), β-Glucan zur schützenden Wirkung in der Haut gemessen signifikant erhöhte Lipidperoxidation und Katalase-Aktivität, signifikant verminderte Aktivitäten von SOD und GSH-Px; β-Glucan erhöhte die Katalase-Aktivität leicht und verhinderte die Abnahme der GSH-Px-Aktivität nichtsignifikant, Lipidperoxidation durch β-Glucan signifikant niedriger, fast auf Niveau der Kontrollen
Chaturvedi
et al.
2011 Mäuse, 30 Tage 2 Stunden/Tag, 0,02564mW/cm2, SAR 0,03561W/kg Unterschiede in Gewicht, Aktivität, räumlichem Erinnerungsvermögen zw. bestrahlter u. unbestrahlter Gruppe. Tagesrhythmus beeinflusst, Blutbildveränderungen, DNA-Strangbrüche in Hirnzellen
Chauhan, Kesari
et al.
2017 Ratten, 2 Stunden täglich Mikrowellenherd 35 Tage, 0,2mW/cm2, Ganzkörper-SAR 0,14W/kg; signifikant gesteigerte Lipidperoxidation, im Lichtmikroskop Gewebeveränderungen in Gehirn, Leber, Hoden, Nieren und Milz mögliche Folge Unfruchtbarkeit
Cig, Nazıroglu 2015 Brustkrebszellen, 900, 1800, 2.450MHz, 1 Stunde 12μW/cm2, 0,36 ±0,02mW/kg, Abstand 0, 1, 5, 10, 20 und 25cm;
Calcium-Konzentrationen, ROS-Produktion im Zytoplasma, Zellüberleben, Apoptose, Caspase-3 und -9
im Abstand bis 10 cm waren intrazelluläre Calcium-Konzentrationen, ROS, Apoptose und Mitochondrienschädigung signifikant erhöht, Zellüberlebensrate signifikant vermindert die TRPV1-Ionen-Kanäle werden durch die Strahlung durchlässiger für Ca2+-Ionen ohne Erwärmung der Zellkultur, das führt zu Erhöhung von ROS und Apoptose
Cleary
et al.
1996 Hamster, Eierstock-Zellen;
2,45GHz und 27MHz 2 Stunden SAR 5 und 25W/kg;
Zellzyklus, -teilung und -wachstum von 2 Stunden bis zu 4 Tage nach der Bestrahlung
2,45-GHz-Strahlung bewirkte Änderungen in allen Phasen des Zellzyklus, doppelt so starke Wirkung wie 27 MHz
Dasdag
et al.
2015 männliche Ratten, Spermien, Hodengewebe, 12 Monate täglich 24 Stunden (SAR für Punkt, 1g und 10g Gewebe von Hoden und Prostata 4.880, 2.420 und 1.020µW/kg Hodenfunktionen verändert, Gestalt der Spermien war signifikant verschieden in den beiden Gruppen. Signifikante Erhöhung gab es beim Prozentsatz der defekten Spermienköpfe nach Bestrahlung, signifikant vermindertes Gewicht von Nebenhoden und Bläschendrüse, Durchmesser der Samenkanälchen signifikant, Dicke der Tunika albuginea hochsignifikant verändert Langzeiteinwirkung kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen
Deshmukh, Banerjee
et al.
2013 Ratten, 900, 1.800, 2.450MHz, 30 Tage 2 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche;
für 2.450MHz SAR 0,6672 mW/kg DNA-Strangbrüche im Hirngewebe
signifikant erhöhte DNA-Strangbrüche Mikrowellen können unterhalb des Grenzwertes von 2 W/kg DNASchäden im Hirngewebe hervorrufen, wahrscheinlich durch freie Radikale
Deshmukh, Banerjee
et al.
2015 Ratten, 900, 1.800, 2.450MHz, 180 Tage 2 Stunden täglich 5 Tage/Woche, SAR für 2.450MHz 0,6672mW/kg;
Verhalten, HSP70 und DNA im Hirngewebe
Räumliche Orientierung, Lern- und Gedächtnisleistung signifikant beeinträchtigt; HSP70-Gehalte und DNAStrangbrüche signifikant erhöht;
Die DNA-Schäden waren signifikant höher bei 1.800 und 2.450MHz im Vergleich zu 900MHz
Deshmukh, Banerjee
et al.
2016 Ratten, 90 Tage, SAR 0,5953mW/kg;
900, 1.800, 2.450MHz;
SAR für 2.450MHz 0,6672mW/kg;
Verhalten, HSP70 und DNA im Hirngewebe
Verminderte Hirnleistung wie oben, signifikant erhöhte Werte von HSP70 und DNA-Strangbrüchen, bei 2.450MHz am stärksten
Eser
et al.
2013 Ratten 900, 1.800 und 2.450MHz 1 Stunde/Tag 2 Monate, 1,04mW/cm2, SAR 1,04W/kg;
Gehirne auf Histologie, oxidativen Status, IL-1β und Apoptose
bei 2.450MHz meist die stärksten Auswirkungen: signifikante Degeneration der Nervenzellen, signifikante Abnahme der antioxidativen Kapazität, signifikant erhöhte IL-1β Konzentration, signifikant erhöhte Apoptose es könnten durch diese Veränderungen Funktionsstörungen und Krebsentwicklung entstehen
Gürler
et al.
2014 Ratten, 1,04mW/cm2, 3,17–4,88V/m, SAR 0,02W/kg, 1 Stunde/Tag für 30 Tage Schädigung von DNA und Proteinen durch ROS; Erhöhte Konzentrationen von 8-OH-dG im Plasma und Hirngewebe;
Knoblauch verhinderte die Erhöhung der 8-OH-dG-Konzentration im Hirngewebe
Gümral, Nazıroglu 2009 Ratten, Blutplasma nach Bestrahlung mit 2,45GHz 1 Stunde/Tag 28 Tage, SAR 0,1W/kg, 11V/m oxidativer Stress, durch L-Carnitin verhindert, Selen hatte keine schützende Wirkung
Hassanshahi
et al.
2017 Ratten WLAN-Gerät 2,4–2,4835GHz 12 Stunden/Tag 30 Tage, 23,6 dBm;
Verhalten, Muscarinrezeptor 1 (für Acetylcholin), GABA-Transporter 1 (GAT1) im Hippocampusgewebe
Fähigkeit zur Objektunterscheidung signifikant reduziert, signifikant erhöhte Expression des Muscarinrezeptor 1
Holovska
et al.
2015 Rattenleberzellen, 2,45GHz 3 Stunden pro Tag 3 Wochen lang, Leistungsflussdichte 2,8mW/cm2, licht- und elektronenmikroskopische Untersuchungen starke strukturelle Veränderungen von Membranen, Zellkernen und Organellen, nekrotische Zellen, Gefäßveränderungen
Kamali
et al.
2017 menschliche Spermien, 40 Männer 19–40 Jahre (Durchschnitt 28,5 J.),
3G-WLAN-Gerät und Laptop, 50 Minuten-Download;
SAR < 1,6W/kg;
Spermien, Fruchtbarkeit
nicht-signifikante Abnahme der Beweglichkeit in Klasse A und B, signifikante Abnahme in Klasse C, signifikant
höher in Klasse D;
Geschwindigkeit der Spermien signifikant geringer
Beeinträchtigungen unterhalb des als sicher angesehenen FCC-Grenzwertes;
bei längerer Einwirkung könnten pH, Morphologie und Beweglichkeit stärker verändert sein
Kesari, Behari,
Kumar
2010 Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,34mW/cm2, SAR 11W/kg;
im Hirngewebe antoxidative Enzyme, DNA-Brüche, Histonkinase
signifikant erhöhte DNA-Strangbrüche, signifikante Unterschiede zu den Kontrollen bei den Enzymen Die Autoren gehen von freien Radikalen durch ROS-Überproduktion aus, die die Enzyme verändern
Kesari, Behari 2010 Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,34mW/cm2, SAR 11W/kg;
in Spermienzellen Zellzahl, antoxidative Enzyme, Apoptose
Zellzahl, Apoptose und antoxidative Enzyme waren signifikant verschieden von den Kontrollen es könnten genetische Veränderungen auftreten
Kesari, Kumar,
Behari
2012 Ratten, 2 Stunden/Tag 35 Tage, 0,21mW/cm2, SAR 0,14W/kg;
Rattenhirn, Zirbeldrüse auf Melatonin, gesamtes Hirngewebe auf Kreatinkinase, Caspase-3 und Calcium-IonenKonzentration
signifikanter Anstieg von Kreatinkinase und Calcium-Ionen-Konzentration im Hirngewebe, signifikante Abnahme des Melatonins, Caspase-3 kaum verändert die Autoren schlussfolgern, dass es zu signifikanten Hirnschädigungen kommen kann


U.S. National Toxicology Program (NTP) – 19. Mai 2016
Bei einer gross angelegten, sorgfältig aufgebauten US-Regierungsstudie haben Forscher einen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Tumorwachstum gefunden.
Eine breit angelegte Studie der US-Regierung befeuert die Debatte über die Frage, ob die Strahlung von Handys zur Krebsentstehung beitragen kann. Eine nach wissenschaftlichen Standards durchgeführte Studie des National Toxicology Program (NTP) stellte bei männlichen Ratten einen schwachen Zusammenhang zwischen den Strahlen, wie sie von Handys emittiert werden, und zwei Tumorarten fest.

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Alexander Lerchl et al. – 06. März 2015
Förderung von Tumoren durch Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern unterhalb der Grenzwerte für den Menschen
In einer Studie an Mäusen konnten der Biologe Prof. Dr. Alexander Lerchl und sein Team nachweisen, dass durch krebserregende Substanzen verursachte Tumorraten deutlich erhöht sind, wenn die Tiere lebenslang  elektromagnetischen Feldern ausgesetzt wurden, wie sie etwa Mobiltelefone erzeugen. „Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt“, sagt Lerchl. „Außerdem haben wir eine signifikant höhere Rate von Lymphomen festgestellt“, erläutert der Wissenschaftler die neuen Ergebnisse. Zudem seien einige der Effekte auch bei Feldstärken unterhalb der bestehenden Grenzwerte gefunden worden.

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Lloyd Morgan, Santosh Kesari, and Devra Lee Davis – 15. Juli 2014
Warum Kinder Mikrowellenstrahlung stärker absorbieren als Erwachsene: Die Konsequenzen
Computersimulationen basierend auf MRT-Scans von Kindern sind die einzige Möglichkeit, wie man die Absorption von Mikrowellenstrahlung (MWS) für ein bestimmtes Gewebe von Kindern ermitteln kann. Kinder absorbieren MWS viel stärker als Erwachsene, da ihr Hirngewebe mehr Strahlung absorbiert, ihre Schädeldecke dünner ist und ihre relative Grösse kleiner ist.

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Lennart Hardell, Michael Carlberg, Kjell Hansson Mild – 15. November 2012
Das Hirntumorrisiko im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen
Auf der Grundlage unserer eigenen Forschung und nach einer Literaturübersicht sollen RF-EMF Emissionen von Funktelefonen als kanzerogen für den Menschen betrachtet werden. Unterstützung für diese Auffassung ergibt sich auch aus einer Analyse unter Nutzung der Gesichtspunkte von Hill. Gliome und Akustikusneurinome sollen als durch RF-EMF verursacht angesehen werden. Derzeitige Expositionsrichtlinien müssen dringend revidiert werden.